Was Zucker alles kann

Alle Arten von Kohlehydraten, Einfach-, Zweifachzucker und Stärke, sind imstande die im Folgenden beschriebene Kohlehydrat-Schaukel in Gang zu setzen. Dabei wird unser Blutzuckerspiegel durch kohlehydratreiche Mahlzeiten in eine Schwankung zwischen Hoch und Tief versetzt.

Kohlehydrate sind für den Körper nur Energielieferanten. Wenn diese Energie nicht sofort verbraucht, also durch körperliche Aktivität „abgearbeitet“ wird, steigt der Blutzuckerspiegel an. Dadurch setzt die Insulinproduktion ein, ein ganz normaler Vorgang. Das Insulin hat die Aufgabe den Zucker vom Blut in die Zellen zu schleusen. Wenn die aber keinen Zucker brauchen, wenn eben gerade keine körperliche Aktivität stattfindet, dann wird dieser Blutzucker in Körperfett umgewandelt und gespeichert. Jedenfalls fällt der Blutzucker dadurch wieder, man wird müde und hungrig, die Stimmung wird negativ beeinflusst. Oft entsteht Gusto oder Heißhunger auf Kohlehydrate. Man isst wieder etwas, dieser Kreislauf beginnt wieder von vorne. Da in unserer Ernährungsweise in jeder Mahlzeit Kohlehydrate vorhanden sind, z.B. Brot oder die Beilagen Nudeln, Reis oder Kartoffeln, und Süßes so alltäglich ist, befindet man sich mit unserer herkömmlichen Ernährung permanent in diesem Teufelskreis.

Zyklus des Kohlehydratstoffwechsels

Zyklus des Kohlehydratstoffwechsels

Perfiderweise wird dieser Kreislauf sogar von künstlichen Süßstoffen ausgelöst, was man sich in der konventionellen Landwirtschaft bei der Tiermast zunutze macht. Viel Appetit bedeutet schnelleres Wachstum und schnellere Schlachtreife!

Dieses Auf und Ab des Blutzuckerspiegels ist äußerst ungünstig. Man weiß heute, dass diese Schwankungen des Blutzuckers bei vielen Krankheiten ein Faktor sind. Das ausgeschüttete Insulin ist ein Förderer von Entzündungen im Körper. Bei allen Erkrankungen sind Entzündungsprozesse im Gang. Und es sorgt zudem dafür, dass die nicht verbrauchte Energie in Form von Fett im Körper gespeichert wird, ist also an der Entstehung von Übergewicht beteiligt. Und dieses Fett ist nicht nur subjektiv lästig, solche Fettzellen produzieren ebenfalls wieder Entzündungsstoffe, deswegen ist es an allen Krankheitsgeschehen im Körper negativ beteiligt. Hohe Insulinspiegel unterdrücken außerdem die Fettverbrennung und die Muskelentwicklung, die zur Gewichtsreduktion beitragen.

Das Auf und Ab des Blutzuckerspiegels, das die allermeisten Menschen tagtäglich mehrfach unterlaufen, ist also äußerst schädlich und ungesund!!!

Kohlehydrat-Schaukel

Kohlehydrat-Schaukel

Zucker verursacht zudem Veränderungen im Gehirn, die denen bei der Kokain- und Morphinabhängigkeit ähneln. In einem Experiment zeigten Ratten bei Wegnahme von Zucker aus der Ernährung starke Entzugserscheinungen. Die Tiere wurden ängstlich und begannen mit den Zähnen zu klappern. Als wieder Zucker angeboten wurde, verschlangen sie wesentlich größere Mengen als zuvor.

Eine Strategie gegen die Sucht nach Zucker und gegen Süchte allgemein ist, reichlich Fett zu essen. Dr. Campbell McBride empfiehlt Butter oder kalt gepresstes Kokosöl mit sehr wenig Honig zu verrühren, nur so viel, dass der Geschmack angenehm ist, und in einem Glas stets bei sich zu haben. Davon soll man löffelweise zu sich nehmen, zu Beginn alle 20 Minuten. Das Fett hat eine günstige Auswirkung auf die für die Sucht maßgeblichen Strukturen im Gehirn.

Zucker ist unter den verschiedensten Namen in den industriellen Nahrungsmitteln vorhanden. Als grobe Faustregel gilt: Alles, was im Namen „-ose“ oder „sirup“ hat, ist ein Zucker. Je häufiger Namen mit diesen Endungen in der Zutatenliste auftauchen, desto mehr Zucker steckt in den Lebensmitteln. Die Industrie verwendet in vielen Produkten mehrere Zuckerarten, damit Zucker nicht als erste Zutat auf der Deklarationsliste aufscheint. (In den Deklarationen müssen die Zutaten je nach Mengen in absteigender Reihenfolge angeführt werden. Was also am meisten in einem Produkt enthalten ist, muss als erstes aufgelistet werden.) Es lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste.

Die Sirupe haben im Körper noch perfidere Auswirkungen, als die verschiedenen Zucker.  Sie werden nicht aus Zuckerrüben oder Zuckerrohr hergestellt, sondern mittels gentechnisch veränderter Mikroorganismen aus Mais-, Weizen-, oder Kartoffelstärke.

Maltodextrin ist ein Gemisch aus verschiedenen Kohlenhydraten wird ebenfalls aus Stärke gewonnen. Es ist ein häufig verwendeter Zusatzstoff in industriell hergestellten Nahrungsmitteln. Da es sich um ein langkettiges Kohlenhydrat handelt, muss es nicht als Zucker in Lebensmitteln deklariert werden.

Der durchschnittliche westliche Konsum von Zucker beträgt 80 – 100 kg pro Person pro Jahr! Er ist in praktisch allen Fertigprodukten drin, weil er ein billiger Füllstoff ist. Österreich nimmt mit der Vielfalt an wunderbaren Broten und den Klassikern Marillenklödel und anderen süßen Hauptspeisen eine Spitzenreiterrolle im Zuckerverbrauch ein. Nirgends auf der Welt gibt es sonst noch süße Hauptspeisen!

Zucker ist etwas vom Übelsten! Er hat die einstige Bezeichnung „weißer Tod“ zu 100% verdient!!! Es gibt keinen „gesunden“ Zucker: egal ob er von Rüben oder Zuckerrohr stammt, egal ob er gebleicht, und daher weiß, ungebleicht oder mit Melasse oder Zuckercouleur (= krebserregend) gefärbt und daher braun ist, chemisch gesehen bleibt er immer Saccharose, und damit ein Zweifachzucker. Er schädigt die Darmflora, indem er die schädliche, krankmachende Darmflora füttert. Es gibt bestimmte Darmbakterien, die von Zucker und Kohlehydraten leben und Übergewicht verursachen. Dadurch hat er auch eine direkte negative Auswirkung auf das Immunsystem. Manche Fachleute sind der Ansicht, dass ohnehin schon jeder „seine Pilzinfektion“ hat. Pilze lieben Zucker, untergraben das Immunsystem, lähmen die Muskulatur des Verdauungssystems und haben mannigfaltige üble Auswirkungen auf die Funktion des Körpers.

Krebserkrankungen leben vom Zucker. Dr. Tullio Simoncini aus Rom sagt, dass Krebs eine Pilzinfektion ist, er sei immer weiß. Pilze leben von Zucker. Er behandelt Krebs erfolgreich, indem er in die Arterie, die das betroffene Organ versorgt, eine 5 %ige Lösung aus Speisesoda infundiert. Die Tumore würden umgehend kleiner und verschwinden nach wenigen Tagen. Natürlich wurde Dr. Simoncini angefeindet und diffamiert. [2]

Zucker ist ein Mineralstoff- u. Vitaminräuber. Für die Verstoffwechselung von 1 Molekül Zucker benötigt der Körper 56! Moleküle Magnesium. In der Zuckerrübe und auch im Zuckerrohr sind diese 56 Moleküle Magnesium vorhanden, zusammen mit vielen anderen wertvollen Nährstoffen. Aber wer isst schon Zuckerrüben? Obst und Trockenfrüchte enthalten ebenso alle notwendigen Stoffe, damit der enthaltene Zucker gut abgebaut werden kann und er den Körper nicht belastet.

Zucker ist der Hauptgrund für den weit verbreiteten Mangel an Magnesium. Die Folgen sind u.a.erhöhter Blutdruck, neurologische, immunologische u.a. Probleme. Lässt sich damit trefflich Geld verdienen?

Zucker führt zur Übersäuerung, und weil der Körper aus den Knochen Mineralstoffe holt, um das zu kompensieren, zu schwachen Knochen.

 

[1] Dr. Robert Lustig, University of California, San Francisco
https://www.youtube.com/watch?v=uF-ydswVjis
https://www.youtube.com/watch?v=ceFyF9px20Y

[2] Dr. Tullio Simoncini
http://www.curenaturalicancro.com/en/