Ausrüstung

Aus vielen Materialien können sich Substanzen lösen und in unsere Lebensmittel gelangen und damit auch in unseren Körper. Dies gilt es möglichst zu vermeiden.

Kochgeschirr

Das gute alte Email-Geschirr ist das hochwertigste Kochgeschirr. Email ist ein Überzug aus Glas, Eisen macht emaillierte Töpfe induktionsfähig. Email-Geschirr gehört in unsere Küchen und nicht als Deko in den Garten!

Ein österreichischer Familienbetrieb stellt hochwertiges Emailgeschirr her. Firma Riess betreibt ein Outlet,  und die wunderschöne Landschaft bei Ybbsitz ist allemal einen Ausflug wert.

Buntes Emailgeschirr stimmt fröhlich.

Glasgeschirr ist ebenfalls hochwertig, weil inert. Allerdings leitet Glas die Hitze schlecht, daher verursacht es auf dem Herd höheren Stromverbrauch. Im Backrohr ist es akzeptabel, und es hat den Vorteil, dass man den Braten beobachten kann.

Alu ist zu vermeiden, Töpfe aus Edelstahl sind in unserer Zeit am gängigsten, sie sind praktisch, aber auch hier werden Substanzen ausgelaugt.

Aufbewahrungsgeschirr

Eine amerikanische Firma hat nach dem 2. Weltkrieg begonnen, mit Plastikgeschirr die Welt zu erobern. Plastik hat Vorteile, die nicht zu leugnen sind. Allerdings macht kein Hersteller von Plastik Angaben über die bei der Herstellung verwendeten und daher im Produkt enthaltenen Stoffe. Der Film  Plastic Planet  lehrt, dass davon auszugehen ist, dass jegliches Plastik Substanzen abgibt. Insbesondere Hitze und Fett fördern dies.

Die Alternative ist Glas. Praktisch alles kann in Gläsern aufgewahrt werden. Wenn der Deckel locker sitzt, können sogar Flüssigkeiten darin eingefroren werden. Allerdings braucht man beim Auftauen Geduld und darf nicht mit Wärme nachhelfen. Warmes Wasser auf ein gefrorenes Glas gebracht führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu einem Sprung.

Gläser lassen sich dort sammeln, wo sie weggeworfen werden, Schraubdeckel kann man unter anderem im Lagerhaus kaufen.

Am hochwertigsten sind Gläser, die mit einem Glasdeckel, Edelstahlspangen und bei Bedarf mit Gummi verschließbar sind.

Weckgläser 1 Liter Tulpenform mit Deckel.

In einem Glas zu sehen sind die Deckel von Weck Rundrandglas 80, die exakt in alle Gläser mit Rundrand 100 hineinpassen (Tulpenform und auch Sturzgläser). Sie sind zum Beschweren von milchsauer eingelegtem Gemüse ideal. Wenn Sie in Gläser investieren wollen, dann am besten in diese. Bezugsquelle ist z.B. auch Lagerhaus. Dort bekommt man Ersatzgummi, Spangen und es können auch Deckel ohne Gläser bestellt werden, allerdings muss man eine ganze Schachtel nehmen.

Sieb

Ein großes Sieb benötigen Sie um die Suppen aufzuarbeiten. Am besten ist es aus Edelstahl, dann ist es auch tauglich für den Geschirrspüler.

Gemüseschneider

Immer wieder zahle ich blutiges Lehrgeld, weil ich bei meiner Börner-Reibe den Fingerschutz nicht benutze. Die Messer sind seeeeehr scharf! Aber damit zu arbeiten, vorausgesetzt man schafft es verletzungsfrei, ist auch sehr zeitsparend.Der Einsatz, der sich in der Reibe befindet, schneidet in dünne Scheiben, gewendet eingesetzt in ca. 1 cm starke. Der linke Einsatz schneidet Gemüse a la Pommes frites und der rechte a la Julienne. Man kann mit diesen beiden Einsätzen auch würfelig schneiden, indem man z.B. Kohlrabi nach jedem Schnitt um 90 ° dreht. Zwiebel fein gehackt erhält man mit der gleichen Methode und dem rechten Einsatz.

Die Reinigung erfolg am besten unmittelbar nach Gebrauch mit fließendem Wasser. Und weil Karotten, Zucchine, und Auberginen mit der Zeit Beläge und Verfäbungen hinterlassen, stecke ich alle Teile bei großer Unansehnlichkeit kurz in den Geschirrspüler und bürste sie danach unter fließendem Wasser ab.

Gummihund

Weil für die GAPS™-Ernährung geeignete Lebensmittel kaum zu kaufen sind, verbringt man viel Zeit in der Küche, und alles was man herstellt, ist viel zu hochwertig, um auch nur weggespült zu werden. Plastik ist zwar möglichst zu vermeiden, ebenso Silikon, aber der Gummihund holt fast alles aus Gläsern, Töpfen und Pfannen. Seine Verwendung ist daher gerechtfertigt.

Küchenzange

ist praktisch zum Wenden, aber auch um Gläser und Deckel aus dem Geschirrspüler zu holen und dadurch weitgehend keimfrei zu halten. Das schwarze Markengerät ist noch immer einwandfrei, die billigere orange Zange funktionierte von Anfang an nicht so gut und bei der Schwester (nicht abgebildet) ist schon eine Niete kaputt. Heute würde ich ohnehin nur mehr eine komplett aus Edelstahl kaufen.

Holz

in der Küche ist heutzutage verpönt, weil Plastik angeblich viel einfacher zu reinigen ist. In den Kratzern und Schnitten in Plastikbrettern können sich aber Keime halten, weil es dort lange nicht trocken wird. Holz hat den Vorteil, dass es trocknen kann, und darüberhinaus enthält Holz Harz, und das wirkt keimtötend. Daher: keine Angst vor Kochlöffeln und Brettern aus Holz!

Die Reinigung erfolgt am besten mit einer Bürste und reinem Wasser. Es gibt ein eigenes Öl, mit dem man Holzutensilien imprägnieren könnte. Wir mit GAPS™ Vertrauten wissen, welche die stabilsten Fette sind und benützen sie auch zum Kochen. Damit werden die Holzutensilien automatisch imprägniert. Wer möchte, kann auch eine duftlose Seife zur Reinigung verwenden.

Alle unsere Kochlöffel sind gelb, weil wir viel Kurkuma verwenden. Bevorzugt ist der untere, aus Bambus. Der mittlere ist von Fackelmann, aus Ahorn, auch in Ordnung. Aus Buchenholz und recht dünn ist der oberste. Buchenholz wirkt in nassem Zustand immer ein wenig glitschig, so sehr man es auch bürstet.

Geschirrspüler

Dr. Campbell McBride empfiehlt die Geschirrwäsche mit der Hand. Dabei werden die Hände einem Geschirrspülmittel ausgesetzt. Gummihandschuhe sind geformte Plastikfolien mit den schon erwähnten Nachteilen. Natürlich kann man auch mit Seife das Geschirr waschen. Die ReinSeiferei stellt eine Biologische Putz- und Waschseife her.
Zeit spielt eine Rolle, und die Menge an Geschirr, die ein Geschirrspüler fasst, kann niemals mit der gleichen (geringen) Menge Wasser so sauber und so keimarm gereinigt werden. Daher plädiere ich für die Benutzung von Geschirrspülern.

Allerdings kann bei der Wahl des Waschmittels einiges beachtet werden. Klarspüler sind überhaupt nicht notwendig! Vermeiden Sie die Tabs, die weiß Gott wie viele Phasen beinhalten. Verwenden Sie einfache, und damit auch preisgünstigere Produkte, aus Hausmarken oder von Österreichs Edeldiskonter. Wenn möglich Pulver und keine Tabs. Der Hinweis, dass ein Klarspüler verwendet werden soll, gibt die Sicherheit, dass er nicht schon im Produkt enthalten ist. Und ein ganzes Tab pro Spülgang ist nur bei extrem fettigem Geschirr notwendig.

Tiefkühlgerät

Natürlich kann man dauernd einkaufen gehen und immer frische Stücke verkochen. Will man aber Bauern unterstützen, ein wenig Überblick über die Tierhaltung haben, die kontrolliert biologische Haltung fördern und die eigene Geldbörse schonen, ist ein Tiefkühlgerät unumgänglich. Die Bevorratung von ganzen Tieren, z.B. bei Geflügel oder Hasen, oder halben Tieren bei Lamm oder Schwein ist nur so zu bewerkstelligen.

Auf diese Weise wirkt man auch der Unart entgegen, dass aus Schlachtkörpern die „besten“ Stücke herausgeschnitten werden, und der Rest entweder weggeworfen oder auf andere Kontinente verfrachtet wird, was wiederum die dortigen Produzenten benachteiligt.

In der GAPS™-Ernährung sind ohnehin die allgemein als minder erachteten Fleischsorten die wertvolleren. Knochen, Gelenke und Bindegewebe enthalten jene Stoffe, die wir für den Erhalt und Aufbau unseres eigenen Körpers brauchen. „Beinfleisch ist die wertvollste Fleischsorte“, wird in Ochs im Glas aus einem alten Kochbuch zitiert.