Braten

Braten sind tolle Mahlzeiten, die mit wenig Arbeit schnell zubereitet sind.  Am besten werden Fleischstücke mit Knochen. Größere Stücke sind vorteilhaft. Was überbleibt,
kann zur Jause kalt aufgeschnitten oder eingefroren werden, und bietet eine schnell aufgewärmte Mahlzeit, wenn zum Kochen grad keine Zeit ist.

Zum Würzen reichen Steinsalz oder geriebener Bergkern und getrocknete oder frische Kräuter. Gekaufte Gewürzmischungen sind überhaupt nicht notwendig.

GAPS™ - RezeptHier ist ein gerollter Bauch und ein Stück Rücken vom Lamm. Das Fleisch würzen und  am früheren Vormittag ins Rohr schieben. Je früher, desto niedriger kann die Temperatur eingestellt werden. Ober- u. Unterhitze ist für Braten mein bevorzugtes Programm. Heute reichen 160 °. Die Braten sind fertig, wenn das Fleisch von den Knochen fällt, das dauert meist ungefähr drei Stunden.

Ich mache alle Braten in einem Bräter mit Deckel. Das Garen erfolgt dadurch schonend und ist eigentlich ein langsames „Dünsten“. Zwischendurch überprüfen, ob sich genug Saft gebildet hat. Das ist praktisch immer der Fall, ein Aufgießen mit Wasser oder selbst gekochter Suppe erübrigt sich. Oftmaliges Übergießen, damit nichts austrocknet, ist auch nicht notwendig. Ich drehe die Stücke manchmal zwischendurch um und übergieße nur ein oder zwei mal, oder gar nicht. Mit der Timerfunktion des Herdes ist es möglich, auch während Abwesenheit einen Braten beim Heimkommen fertig zu haben. Dann duftet es schon angenehm, und man braucht nur mehr die Beilage zubereiten. Schön geschnittene Scheiben eines Bratens erzielt man, indem man das Fleisch gleich in rohem Zustand schneidet, oder zwischendurch, wenn es noch nicht so weich ist. Gegen Ende der Garzeit entwickelt sich trotz des Deckels eine Bräunung. Wenn man es noch knuspriger möchte, kann man zum Schluss noch einige Minuten ohne Deckel die Grillfunktion verwenden.

GAPS Rezept

Ich gebe gegen Ende der Garzeit oft Gemüse dazu: blättrig geschnittene Pilze, geviertelte Champignons oder in Scheiben geschnittene Auberginen oder Zucchini.

Unbedingt die Knochen abnagen und alle weichen Gewebe verspeisen. Die Sehnen werden in der Konsistenz wie Gummibärchen, andere Bindegewebe werden ganz zart, und in diesen Bindegeweben sind  hochwertige Proteine, speziell für unseren Darm und unser Gehirn enthalten!

Übrigens werden manche Knochen durch die lange Garzeit sogar weich, z.B. die Rippen vom Lamm oder Hühnerknochen. Weiche Knochen kann man essen, sie sind natürlich ein wenig mehlig, aber sie geben uns alle Mineralstoffe, die unsere eigenen Knochen brauchen, und die der Körper für den laufenden Betrieb benötigt! Calcium z.B. ist für viele Prozesse wichtig:  z.B. Blutbildung und Eiweißstoffwechsel. Die willkürliche Muskulatur profitiert sehr von einer ausreichenden Zufuhr von Calcium. Verspannungen und Schlafstörungen können mit  Calciummangel zu tun haben.